Haltungsbeurteilung

Auf den menschlichen Halte-und Bewegungsapparat wirkt permanent die Erdgravitation.
Menschliche Haltung kann als Gleichgewichtszustand zwischen Schwerkraft und der kompensatorischen Aufrichtung gesehen werden. Die Haltung einer bestimmten Körperposition ist niemals ein statisches Geschehen, sondern ein dynamischer Prozess. Haltung wird dadurch gesteuert, dass verschiedene Rezeptorensysteme die Stellung des Körpers im Raum wahrnehmen,
diese Informationen werden in den zentralmotorischen Regel,-Steuerungszentren verarbeitet und lösen unwillkürliche Muskelreaktionen aus.
Jede Haltung ist ein individueller Ausdruck der körperlichen und psychischen Gesamtpersönlichkeit.
Der psychosomatische Einfluss auf die Körperhaltung ist nicht starr, sondern verändert sich mit psychischer Disposition, Stimmung, Krankheitsverlauf und Alter.

Haltungsbestimmende Faktoren:

 

  • Konstitution : passiver Bewegungsapparat
  • Trainingszustand der Muskulatur
  • neuro-muskuläre Steuerung
  • kinästhetische Analyse
  • optische und akustische Wahrnehmung
  • Körperbild und Körperschema
  • Atemmeschanik
  • soziale, gesellschaftliche Normen
  • Umweltfaktoren
  • Pathologie und Schmerz

Die Beurteilung eines Haltungsstatus samt Teilhaltungen und die daraus resultierenden Ergebnisse sind immer personenbehaftet und deshalb subjektiv.
Es sollten daher eine Vielzahl Test,-und Messverfahren zum Einsatz kommen, die eine objektive Aussage über die Funktion und Leistungsfähigkeit des Halte,-und Bewegungsapparates erlauben, deshalb kann eine Haltebeurteilung noch keine Aussage über sog. muskuläre Dysbalancen oder den konditionellen Leistungszustand einzelner Muskelgruppen oder Bewegungseinschränkungen liefern.