Gesprächsführungs-Intentionen in der Sporttherapie

In einem sporttherapeutischen Prozess entstehen verschiedene Gesprächsanlässe.
Die folgenden Gesprächsführungs-Intentionen können verstanden werden vor dem Hintergrund von länger andauernden, in dich gleichbleibenden Gesprächsanlässen oder vor dem Hintergrund von verschiedenen, miteinander wechselnden Gesprächsanlässen innerhalb eines Gesprächs.
–    Beratendes Gespräch
–    Erklärendes Gespräch
–    Urteilendes Gespräch
–    Beschreibendes Gespräch
–    anleitend-informierendes Gespräch
–    Verstehendes Gespräch

Der klientenzentrierten Gesprächsführung kommt eine gewisse Schlüsselrolle zu.
Wenn der Sporttherapeut in einem kommunikativen therapeutischen Kontakt mit dem Patienten bleiben will,-muss er , auch in der Beratung, in der Erklärung, in der Beurteilung, in der Beschreibung und selbst in der Anleitung von einer klientenzentrierten Haltung ausgehen und immer wieder auf sie zurückkommen.
Im klientenzentrierten / Patientenzentrierten Gespräch liegt die Aktivität meist beim Patienten selbst. Der Therapeut sollte aktiv zuhören und versuchen die Dinge zu verstehen die der Patient sagt und mit welcher gefühlsmäßigen Bedeutung es einhergeht. Das setzt wirkliches Hinhören und Hinschauen auf Seiten des Therapeuten voraus, verbunden mit einem wirklichen Interesse an dem Befinden des anderen und einen weitgehenden Verzicht auf unmittelbare Wertungen und auf die Bestätigung der sich einstellenden eigenen therapeutischen Lösungsideen.
Innerhalb eines mündigen Therapieprozesses ermöglicht eine patientenzentrierte Gesprächsführung dem Patienten die Erfahrung von Selbstexploration, welche mit einem höheren Bewußtseinsgrad und mehr selbstbestimmter innerer Freiheit seitens des Patienten einhergeht.

Drei ineinander greifende und voneinander abhängige Merkmale der Klientenzentrierung:
–    Kongruenz ( Echtheit, Wahrhaftigkeit)
–    Akzeptanz ( positive Wertschätzung, Bejahung)
–    Empathie ( genaues, einfühlendes Verstehen )